Spanien ist gerettet! Oder doch nicht?

Die Börsen jubeln, die Sektkorken knallen. Nur ein paar realistische Anleger reagieren verhalten und sind weiterhin besorgt. Dass Spanien jetzt auch unter den Rettungsschirm flüchten musste, freut tatsächlich nur die Anleger, die ihre bestehenden Investitionen gerettet sehen. Die langfristigen Auswirkungen werden entweder ignorieret oder nicht verstanden. Für den deutschen Steuerzahler ist es nur ein Tritt aufs Gaspedal auf dem Weg in die Armut.

Die maßgebliche Ursache für die Finanzkrise und deren Vorgänger sind nicht, wie viele meinen, die gierigen Anleger und die Banken sondern das Geldsystem. Die kriminellen Machenschaften der Banken und mancher Anleger sind lediglich eine Folge dieses Systems.
Was Ihnen jeder fähige Volkswirt bestätigen kann und was die meisten Menschen nicht einmal ahnen, ist die einfache Tatsache, dass sämtliches Geld nur durch Kredite entsteht. Wir werden durch den Staat gezwungen, ein Geld zu nutzen, dass von nur einer einzigen Institution vergeben wird und das auch nur auf Kredit. Jeder einzelne Euro, den Sie in ihren Taschen haben, muss der Zentralbank zuzüglich Zinsen zurückgezahlt werden. Also, woher kriegen wir das Geld für die Zinsen? Und da wird das System perfide. Die Zinsen können nur bedient werden, indem man neue Kredite bei der Zentralbank aufnimmt. Jedes Kleinkind erkennt hier den Fehler. Aber es geht noch weiter. Durch die Aufnahme immer neuer Kredite kommt es zur Inflation, das heißt der Wert des Geldes sinkt und die Preise steigen an, denn die Geldmenge ist schneller gewachsen als die Menge an Waren. Dadurch wird zur Befriedigung der Bedürfnisse nun mehr Geld benötigt, was ebenso dazu führt, dass neue Kredite aufgenommen werden. Ein Teufelskreis.
Das Geld wird also sukzessive entwertet und dient daher auch nicht mehr als taugliches Wertaufbewahrungsmittel. Die Anleger flüchten in Sachwerte (beispielsweise Edelmetalle wie Gold) und haben Angst um ihre Ersparnisse. Warum also hält man an einem solchen System fest? Ganz einfach: Es nützt den obersten, wohlhabensten und mächtigsten Menschen in unserer Gesellschaft. Da diese zuerst an das neue Geld kommen, bevor sich die Preise erhöhen, können diese Menschen sehr günstig Wohlstand und Reichtum anhäufen, während die Bezieher fester Einkommen als erstes die Preissteigerungen spüren und erst nach Jahren über ihre Gewerkschaft und ggf. das Mittel des Streiks an einen Inflationsausgleich kommen.
Aus diesem System ergeben sich daher ein paar Fakten, die den meisten Menschen nicht bewusst sind.

  1. Schulden können nicht mit Schulden getilgt werden

Die geretteten Pleitestaaten haben ihre Schulden also mit neuen Schulden bezahlt. Das heißt, dass diese Staaten nun nur noch mehr Schulden haben als zuvor. Daher werden sich die Zinssätze langfristig erhöhen und die Bonität nimmt schließlich immer weiter ab.

  1. Das Schuldgeldsystem ist systematisch zum Scheitern verurteilt

Der Zins ist generell nichts schlechtes; der Zins ist ein notwendiger Risikoaufschlag ohne den niemand Geld verleihen würde. Bei einem solch perfiden Geldsystem, wie wir es haben, sorgt der Zins jedoch für eine Schuldenspirale, da - wie bereits erwähnt - das Geld für den Zins eigentlich nicht existiert. Es muss erst erschaffen werden und wird dann nur auf Kredit vergeben. Der Teufelskreis ist perfekt.

  1. EFSF ist nur eine Verschiebung des Problems

Der EFSF ist im Prinzip nur ein großer Länderfinanzausgleich. Die Länder, die schlecht gewirtschaftet haben und übermäßig viel Schulden haben, können sich Geld nehmen und die Länder, die gut gewirtschaftet haben und relativ wenig Schulden haben, müssen Geld einzahlen. Jedes Kleinkind kommt darauf, dass das nur dazu führen kann, dass irgendwann, aber eben nicht sofort, alle gleich pleite sind, wobei die, die gut gewirtschaftet haben, heftiger bluten mussten als die anderen.

  1. Weitere Pleitestaaten werden folgen

Direkt hinter Spanien reiht sich Italien ein und braucht demnächst vorraussichtlich ebenso Gelder in beträchtlichem Umfang aus dem Rettungsschirm. Hinter Italien sprinten auch schon Belgien und Frankreich in Richtung Rettungstopf, um sich einen großen Batzen daraus zu genehmigen. Was das für den deutschen Steuerzahler heißt, der ohnehin schon den Löwenanteil in den Rettungsschirm einzahlt, kann sich jeder denken. Das System kann so nicht überleben.

Selbst wenn die Staaten wieder zu ihren Nationalwährungen zurückkehren, ist dies ohne die Änderung des Geldsystems nur ein weiterer Aufschub.  In der langen Geschichte der Menschheit ist dieses Geldsystem jedes einzelne Mal gescheitert.

Die PDV setzt sich dafür ein, dass die Menschen nicht länger gezwungen werden, für eine solche Schuldenwährung und ein solches Geldsystem zu bluten. Die PDV will es den Bürgern ermöglichen, in freier Entscheidung und ohne jeglichen Zwang selbst zu entscheiden, welche Währung und somit welches Geldsystem sie nutzen. Es werden sich somit rasch kompetente Alternativen zu den existierenden Schuldenwährungen entwickeln, sodass die Menschen nicht länger tatenlos bei der Vernichtung ihrer Altersvorsorge und ihrer Ersparnisse zuschauen müssen. Die Menschen entscheiden sich dann einfach für ein anderes Geld ihrer Wahl, das stabil und sicher ist. Finanzkrisen und Wohlstandsvernichtung gehören dann endlich der Vergangenheit an.

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