Umweltzonen in Halle und Magdeburg

UmweltzoneJetzt geht der Wahnsinn auch in Sachsen Anhalt los, ab dem 1. September kommen in Magdeburg und Halle neue Umweltzonen. Wieder werden die Freiheiten der Bürger eingeschränkt. Bei den Umweltzonen und den dazugehörigen Plaketten geht es nicht um unsere Gesundheit sondern darum unseren Geldbeutel weiter zu erleichtern. Zwar sind 5 Euro für die Plakette, für die meisten Menschen noch zu verschmerzen aber die Sinnhaftigkeit dieses Unterfangens ist stark Zweifelhaft.

 

In schon länger bestehenden Umweltzonen wie etwa Berlin, werden trotzdem regelmäßig die Grenzwerte für Feinstaub erreicht. In Leipzig, wo die Umweltzone am 1. März 2011 eingeführt wurde, wurden auf der Lützner Straße an 25 Tagen und in der Innenstadt an 18 Tagen überhöhte Werte gemessen. 2010 waren es in der gleichen Zeit 10 (Lützner Straße) und 12 Tage (Innenstadt)(Quelle:Bild.de). Warum wohl fragt sich da  der Aufmerksame, wo doch keine Stinker mehr in die Stadt dürfen? Vielleicht weil Luftverschmutzung an imaginären Grenzen nicht haltmacht und der Feinstaub in einem Ballungszentrum eben nun mal vorhanden ist. Jeder kennt ja das alte Sprichwort „Wo gehobelt wird da fallen Späne“. Demzufolge gilt „Wo viel gehobelt wird fallen viel Späne“. Die Feinstaubbelastung dem Straßenverkehr in die Schuhe zu schieben ist, bei den immer sauberer werdenden Autos von heute, nur ein weiterer Versuch an das Geld der Menschen zu kommen.

 

 

Selbst wenn dem so sein sollte, dass  Autos mit alten Katalysatoren oder ohne Rußpartikelfilter signifikant zur Feinstaubbildung beitragen würden, würde das Problem sich mit der Zeit von selbst lösen. Bis auf eine handvoll Oldtimerfreunde fahren nämlich die wenigsten Menschen ihre Autos länger als 10 Jahre. Die Autohersteller sind auch ohne staatliche Eingriffe auf die Idee gekommen effizientere und sauberere Autos herzustellen. Unsere Luft wurde in den letzten Jahrzehnten immer sauberer und das hat mit technischen Fortschritt und nicht mit staatlichen Verordnungen zu tun. Die staatlichen Verordnungen hinken immer hinterher. Wenn die Luft dann in Zukunft ,durch den technischen Fortschritt eine noch bessere Qualität erreicht hat, werden die staatlichen Stellen diesen Erfolg natürlich für sich reklamieren.

 

Man sieht das sehr schön am Beispiel des Katalysators. Der wurde nämlich nicht erfunden weil Besitzer von Autos ohne Katalysator vom Staat gezwungen wurden mehr Kraftfahrzeugsteuer zahlen zu müssen, sondern die Autobesitzer wurden gezwungen mehr Steuern zu bezahlen weil der Katalysator erfunden wurde. Inwieweit da von den Katalysatorherstellern lobbyiert wurde sei jetzt mal dahingestellt. Ich jedenfalls kenne niemanden der sein altes, noch technisch einwandfreies, Auto wegen der Kfz-Steuererhöhung sofort verkaufte und sich ein Auto mit Katalysator holte, um ein paar DM Steuern zu sparen und es waren auch nur sehr wenige die ihre eh schon alten Autos mit einem Katalysator nachrüsteten. Der Normalweg war der, sein altes Auto einfach solange zu fahren bis ein neuer fällig wurde, der dann sowieso mit Katalysator ausgerüstet war.Der Katalysator war also keine Erfindung des Staates sondern eine Reaktion der Autoindustrie auf die Nachfrage der Kunden nach saubereren Autos. Eine gute Erfindung setzt sich immer durch auch ohne die Nachhilfe des Staates. Und eine schlechte selbst mit Hilfe des Staates nicht, jedenfalls nicht auf Dauer.

 

Das Problem bei den Umweltzonen sind aber nicht nur die 5 Euro für einen bunten Aufkleber in der Windschutzscheibe, sondern dass Menschen genötigt werden sich neue Autos zu kaufen oder sich teure Rußpartikelfilter einbauen zu lassen weil ihnen ansonsten die Zufahrt zur Wohnstätte unter Androhung von Strafe verboten ist. Man sieht die Bürokraten lernen aus ihren Fehlern. Beim Katalysator konnte man noch locker abwarten bis seine alte Karre Schrott war. Das geht jetzt nicht mehr. Wer in einer Umweltzone wohnt und ein älteres Modell sein eigen nennt, muss sich ein neues Auto kaufen oder entsprechend nachrüsten. Dass das auch wieder die am härtesten trifft, die nicht zu den Besserverdienern gehören ,sollte jedem klar sein. 

 

Das Verhalten des Staates stellt sich immer so dar. Er tut so als würde eine neue Erfindung die schon längst in Serie ist und auch angewandt wird, ohne sein Zutun sich nicht durchsetzen und erfindet schnell ein paar Begleitgesetze um an der ganzen Sache mitzuverdienen. Da man davon ausgehen kann, dass letztendlich jede mittelgroße Stadt oder jedes Ballungszentrum seine Umweltzone bekommt, wird wohl kein deutscher Autobesitzer in naher Zukunft umhinkommen Investitionen zu tätigen die er ohne staatlichen Zwang nicht tätigen würde, sei es nur die Gebühr für die Plakette oder eine teurere Anschaffung eines Rußpartikelfilter oder etwa eines neuen Autos. Dieses Geld  wird nicht dort investiert wo es für den einzelnen wichtig wäre sondern klassisch, planwirtschaftlich umverteilt. Ein Neukauf oder eine Umrüstung käme wenigstens noch der Wirtschaft zu gute, auch wenn das Geld auf diese Art anderen Wirtschaftszweigen weggenommen würde, aber eine Gebühr auf eine Bescheinigung die man eigentlich schon hat,  nämlich den Fahrzeugschein,zu erheben um seine Haushaltslöcher zu stopfen, ist nur ein weiterer Aderlass der Kaufkraft.

 

Diese Abzocke gleicht fast einer räuberischen Erpressung. Gib mir dein Geld und ich lass dich zu deiner Wohnung. Solche Eingriffe in die Freiheit und das Wirtschaften der Menschen wird es mit der Partei der Vernunft nicht geben.

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